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Virtualisierung

Virtualisierung - eine Technologie revolutioniert die IT.

Virtuelle Maschinen erobern mehr und mehr die Server in den Unternehmen. Längst hat der Einzug von kommerzieller oder freier Virtualisierungssoftware bei den Testplätzen von Entwicklern, Trainern, Administratoren oder Consultans stattgefunden. Sogar ambitionierte Privatpersonen können schon mit dem kostenlosen VMware Player problemlos virtuelle Zweitrechner betreiben.

Da die Server heutzutage meistens nur zu einem geringen Prozentsatz ausgelastet sind, kann man sich die freien Ressourcen der Server zu Nutze machen und virtuelle Maschinen darauf installieren. Mit anderen Worten bedeutet Virtualisierung auch Konsolidierung, nämlich das Zusammenfassen von mehreren Servern oder Arbeitsplatzrechnern auf einer physisch vorhandenen Maschine bzw. auch auf mehreren physischen Maschinen mit dem Vorteil, alles gleichzeitig ausführen zu können. Die Anschaffung weiterer teurer Serverhardware kann dadurch größtenteils vermieden werden. Einhergehend damit sinken Energie- und Betriebskosten ohne dabei Einbussen an Flexibilität und Dynamik hinnehmen zu müssen. Folglich lassen sich auch virtuelle Netzwerke konstruieren, die an dem physischen Netzwerk teilhaben und eingebunden sind oder aber auch von anderen Netzen (physisch oder virtuell) völlig isoliert betrieben werden können. Beispielsweise lässt sich mit einer virtuellen Maschine eine kostenlose Firewall mit bis zu 4 direkt angeschlossenen Netzwerken (LAN, DMZ, WLAN, und Internet) realisieren. Teure Hardware - Router bzw. DSL - Router werden nicht benötigt. Ein preiswertes DSL - Modem genügt um eine Internetverbindung herzustellen.

Die Anforderungen an die Unternehmens-IT steigen heutzutage kontinuierlich. Es müssen Anwendungen flexibel zur Verfügung gestellt werden, um die dynamische Entwicklung von Unternehmen zu ermöglichen und auf Veränderungen am Markt zu reagieren. Mit virtuellen Maschinen können neue Systeme und Anwendungen in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden - ohne Änderungen an der Hardware vor Ort vornehmen zu müssen bzw. erst neue Hardware zu beschaffen.

Welche Vorteile haben virtuelle Maschinen:

  • Es können unterschiedliche Betriebssystem z.B. Windows und Linux auf der gleichen Hardware gleichzeitig betrieben werden.

  • Verringerung der Anzahl physischer Server

  • Flexible Verteilung von Ressourcen - Arbeitsspeicher, Prozessoren, Netzwerkkarten und Festplattenspeicher werden in der Anzahl und Größe festgelegt, in der sie benötigt werden, ohne dabei einen Schraubenzieher ansetzen zu müssen.

  • Einfaches kopieren virtueller Maschinen - Fertig installierte und konfigurierte virtuelle Maschinen können an Kunden oder Mitarbeiter auf DVD, USB-Festplatte oder sogar per Download aus dem Internet zur Verfügung gestellt werden.

  • Einfacher Hardwarewechsel oder Klonen von Systemen, denn in virtuellen Maschinen ist immer dieselbe virtuelle Hardware vorhanden, unabhängig davon, welche physische Hardware installiert ist. Es gibt keinen Ärger mit nicht vorhandenen oder falschen Treibern.

  • Schnelles und einfaches Disaster Recovery. Durch Sichern kompletter virtueller Festplatten mit den darin enthaltenen Betriebssystemen und Anwendungen. Die Wiederherstellung erfolgt durch einfaches zurückkopieren auf die neue Hardware innerhalb von Minuten.

  • Testen ohne Reue. Mittels Snapshots lassen sich Systemzustände festhalten (auch mehrere nacheinander), um z.B. bei Misserfolg einer Softwareinstallation den alten Systemzustand auf Knopfdruck wiederherzustellen.

  • Isolation sich beeinflussender Anwendungen. Kritische Anwendungen bekommen in kürzester Zeit einen eigenen Server für sich allein.

  • Älter Systeme und Anwendungen auf virtuelle Maschinen portieren. Unentbehrliche ältere Systeme und Anwendungen die auf alter physischer Hardware laufen, lassen sich meistens nicht mehr auf aktueller Hardware betreiben, weil es keine Softwareupdates oder Treiber mehr hierfür gibt. Für die alte Hardware gibt es erfahrungsgemäß keine Ersatzteile mehr und ein bevorstehender Hardwareausfall würde das Aus bedeuten. Mit Hilfe der Virtualisierung können solche Systeme rasch auf die unabhängige virtuelle Hardware portiert werden bevor es zu spät ist. Sie bleiben somit dem Unternehmen noch lange erhalten, egal welche physische Hardware tatsächlich hierfür verwendet wird.


Nachteile und Grenzen virtueller Maschinen:

  • Nicht jede Hardware wird in virtuellen Maschinen unterstützt. Einige Einschränkungen lassen sich aber umgehen, wie es z.B. bei ISDN - Karten der Fall ist. Ersatzweise kann hier eine sogenannte LAN - CAPI (virtuelle ISDN - Karte) zum Einsatz kommen. Dies erfordert jedoch eine physische ISDN - Karte in einem physischen Server bzw. Rechner mit einer speziellen Software (z.B. Fritzcard mit KEN! von der Firma AVM). Ist jedoch ein Hardware - Dongle für die Lizenzierung bestimmter Software nötig, so gibt es hier keine Ersatzlösung.

  • Performanceprobleme - Die Leistung der physischen Hardware kann in der virtuellen Maschine nicht vollständig genutzt werden. Dieser Punkt spielt allerdings nur bei hochlastigen Servern eine Rolle, wo dann meist der Festplattenspeicher den Flaschenhals darstellt.

  • Single Point of Failure - Fällt die physische Hardware (Server) aus, sind gleich alle darauf installierten virtuellen Maschinen nicht mehr verfügbar. Mit entsprechenden Maßnahmen, wie z.B. Clustering oder redundanter Hardware lassen sich solchen Szenarien aber vorbeugend entgegenwirken.

  • Zusätzliches know how erforderlich - Das heißt, zur sicheren Bedienung und Verwaltung der vorhandenen Systeme, kommt zusätzlich der Umgang mit der virtuellen Infrastruktur hinzu. Gegebenenfalls sind hier Schulungen für das Personal erforderlich.

Alles in Allem kann man jedoch sagen, dass die Vorteile überwiegen, auch wenn in Ausnahmefällen vielleicht nicht alle Maschinen virtualisiert werden können.

 

Einige etablierte und gängige Virtualisierungsprodukte sind z.B.:

  • VMware Server und VMware Player (lizenzfrei)

  • VMware Workstation (lizenzpflichtig)

  • VMware ESXi Server und VMware vSphere-Client (lizenzfrei)

  • Microsoft Virtual PC 2007 (lizenzfrei)

  • Microsoft Virtual Server 2005 R2 (lizenzfrei)

  • Microsoft Hyper V Server 2008 R2 (lizenzfrei)


Sie haben hieran Interesse gefunden und möchten von uns individuell beraten werden um Ihre Systeme zu virtualisieren, dann nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.

 




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